Freitag, 3. September 2010

Wanderung zur Burgruine Hochgalsaun

Diese Wanderung führt zur bizarren Burgruine Hochgalsaun am Sonnenberg geht von Kastelbell ab. Kastelbell erreichen Sie von Ihrem Wellnesshotel in Meran per PKW, Bus oder Vinschger Bahn in etwa 45 Minuten. Der Höhenunterschied beträgt 218 m und die Gesamtgehzeit beläuft sich auf ca. 2 1/2 Std. Orientierung und Schwierigkeit: Das Gelände ist großteils steil und felsig, aber bei guten Verhältnissen sind die Steige problemlos begehbar, die Markierungen und Beschilderungen sind gut. Beste Jahreszeit: Frühling bis Spätherbst.


Das Gelände, in dem die Ruine Hochgalsaun steht, ist typischer Vinschgauer Sonnenberg: sehr steile, ausgedörrte, von Felspartien durchsetzte und von steppenartigem Graswuchs gekennzeichnete Hänge. Und die Burgruine besteht aus überaus bizarrem Mauerwerk in schwindelerregender Lage an einem schroffen Felskopf oberhalb des Dorfes Galsaun bzw. des Ansitzes Kasten.
So kommt es, dass die Burgreste sieh nur undeutlich von den Felspartien unterscheiden und vom Tal aus gesehen kaum auffallen. Andererseits ist von der Burg Hochgalsaun doch noch mehr erhalten als etwa von der ehemaligen Burg Montalban weiter westlich, und im Gegensatz zu jener besitzt Hochgalsaun auch markierte Touristensteige als Zugange. Einer dieser Steige führt von Kastelbell her in nur leicht ansteigender Querung der Sonnenhänge zur Burg. Von dort kann man auf der Ostseite zum Latschanderwaal absteigen und auf dessen Begleitweg wieder nach Kastelbell zurückkehren.

Auf der Spitze des Burgfelsens lädt eine Sitzbank zum Verweilen und zum Schauen ein; denn Hochgalsaun ist, allerdings wie viele andere Burghügel auch, eine hervorragende Aussichtswarte.
Die Burg liegt auf einem kleinen Absatz ein paar Meter tiefer als der Höchstpunkt der Felskuppe, und dort unten ist Vorsicht geboten. Die immerhin noch etliche Meter hohen Mauern und Gewölbe sind nämlich einsturzgefährdet, und auch ein Fehltritt über den Felsrand hinaus hätte verhängnisvolle Folgen.
Eine erste Burg an dieser Stelle wird bereits 1262 urkundlich erwähnt; doch wurde Jene Burg, die den Herren von Montalban gehörte, bereits 1296 zerstört. So stammt die heutige Ruine im wesentlichen von einem etwas später von den Schlandersbergen ausgeführten Neubau.
Gerade viel ist freilich auch von jenem Neubau nicht mehr erhalten, und wenn er auch die Jahrhunderte einigermaßen überdauert hat, so ist er vom Zahn der Zeit doch schon recht arg angenagt worden. Und so sieht die Burg Hochgalsaun fast so aus, als sei ein Blitzstrahl in sie gefahren und habe die Mauern in Stücke gerissen.

Wandervorschlag
Wegverlauf: Von Kastelbel] (577 m) zuerst der Beschilderung "Waal" folgend kurz hinauf zum Latschhanderwaal, dann bald den Waal bergseitig verlassend und der guten Markierung H folgend in nur leichtem Anstieg die Steilhange querenden Steig ostwärts hinauf zum Sattel, der den Berghang mit dem Burgfelsen verbindet; von dort rechts wenige Schritte hinauf zur erwähnten Rastbank und damit in die Nähe der Burgruine (795 m); ab Kastelbeil knapp 1 Std. - Abstieg; Zuerst wieder zurück zum kleinen Sattel, nun ostseitig auf ebenfalls mit H markiertem Felssteig steil hinunter zum Steig 3, auf diesem rechts kurz hinunter zum Latschanderwaal und diesen entlang (stels guter Steig 3) in ebener Wanderung westwärts zurück zum Ausgangspunkt.

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