
Das Gebiet um Meran wird Burggrafenamt genannt, weil es während der Herrschaft der Grafen von Tirol von einem Vogt oder Burggrafen unterstellt war, der die Verwaltungs- Gerichts- und Steuerhoheit wahrnahm. Zu dieser Zeit, im hohen Mittelalter, erlangte Meran Bedeutung als Haupt- und Residenzstadt. Eine zweite Blütezeit erlebte die Passerstadt Mitte des 19. Jahrhunderts als Kurort des europäischen Hochadels. Kaiserin Sisi verweilte hier gerne wegen des milden Klimas und der exotischen Blumenpracht.
Insbesondere überrascht die Gegend aber aufgrund des beeindruckenden Kontrastes zwischen südlicher und alpiner Naturlandschaft: Von der mediterranen Flora im Meraner Becken über die Obst- und Weingärten und Kastanienhaine geht es hinauf zu den Almböden des Mittelgebirges und von da über rauen Fels zum ewigen Gletschereis. Zu Spaziergängen an den Hügelhängen lockt der berühmte Tappeinerweg, während die "Botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff" zu einer Pflanzenentdeckungsreise einladen. Weiter oben bietet die Bergwelt des Naturparks "Texelgruppe" unerschöpfliche Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen. Kulturhistorisch Interessierte können hingegen in Dorf Tirol und jetzigem Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte auf den Spuren der ehemaligen Grafschafts-Hauptstadt wandeln.


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