
Schenna - Der Zweitwohnsitz des Erzherzogs Johann. Schloss Schenna liegt oberhalb des sehr kompakten Dorfkerns mit seinen vier Kirchen, die allesamt sehenswert sind. Schenna hat sich enorm entwickelt und ist in den letzten vierzig Jahren vom Kuhdorf zum großen Fremdensverkehrzentrum geworden, aber der Dorfkern ist immer noch einer der schönsten im Land. Vom Schloss aus hat man den schönsten Blick darauf. Der Rundgang durch die vollständig eingerichteten Räumlichkeiten des Schlosses bietet auch reichlich Ausblick auf das Dorf und seine Umgebung.
Neben der Geschichte sind die Geschichten rund um dieses Schloss interessant. Gebaut hat es Petermann von Schenna 1346, von dem man sagt, dass er ein treuer Anhänger der bedrängten Landesfürstin Margarete Maultasch war und hoch in ihrer Gunst stand. Danach gab es viele Besitzerwechsel bis 1845 Erzherzog Johan das Schloss für seine Nachkommen kaufte. Diesen wurde - wegen Johanns nicht standesgemäßer Ehe mit der Postmeistertochter Anna Pochl aus Bad Ausee - der Name "Graf Meran" zuerkannt. Aber der Erzherzog war beliebt, denn er legte sich für den Bauernstand in Zeug. 1809 stander er hinter dem Tiroler Aufstand, was aber dem guten Andreas Hofer wenig genützt hat. Die Grafen Meran sind heute noch Eigentümer des Schlosses und des angrenzenden Thurnerhofes. Johann und seine Frau Anna sind im neugotischen Mausoleum auf dem Kirchhügel von Schenna beerdigt.
Sehenswert sind die schönen Barock- und Renaissanceräume, Kachelöfen und Bilder, die Waffensammlung und natürlcih den Ausblick vom Südbalkon des Schlosses. Die Krippe, eine Wiege vom Sandhof bei St. Leonhard in Passeier, soll dem Andreas Hofer gedient haben. Es finden auch Wechselaustellungen statt. Ein Rundgang durch das Dorf sollte vor allem den Kirchhügel miteinschließen, wo unter anderem die romanische Kapelle des hl. Martin steht.
Da das Schloss sich in Privatbesitz befindet finden Führungen täglich um 10.30 - 11.30, 14.00- 15.00 statt. Sonntags und feiertags ist das Schloss geschlossen.


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