![]() |
| Ein gutes Glasl Magdalener Marketinggessellschaft Meran/Frieder Blickle |
"Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste, unter Nahrungsmitteln das angenehmste." Plutarch.45-125n.Chr.)
Die Hügel- und Steillagen des St. Magdalener Gebietes oberhalb von Bozen gehören zu den wärmsten und besten Weinlagen Südtirols, hier schlagen Reben im Frühling viel früher aus als beispielsweise in den Moritzinger Tallagen. Von den gut durchlüfteten, leicht erwärmbaren Moränenschuttböden aus Porphyr- und Dolomitgestein stammen die bereits im Mittelalter auch als „Bozenäre" und „Poezner" berühmten „Botzner“ Weine. Der Sankt Magdalener ist in Italien wohl der prominenteste Vernatsch-Wein, neben dem Barolo und dem Barbaresco wurde er 194l in einer nationalen Weinklassifizierung unter den drei besten italienischen Weinen geführt.
Ein sehr warmes Klima im Wechsel mit kühlen Frühherbstnächten und sandig-lehmige Böden verleihen dem Magdalener seine attraktive, samtene Fülle mit der typischen, kräftigen Farbe und die harmonisch eingebundene, erfrischende Säure.
Der St. Magdalener D.O.C. darf nur aus Vernatschtrauben in all ihren Spielarten gewonnen werden, wobei ein Zusatz von maximal zehn Prozent Lagrein oder Blauburgunder gesetzlich möglich ist. Die Traubenernte darf 125 Doppelzentner nicht übersteigen.
Um die Einhaltung dieser Vorschriften zu garantieren, wurde die seit 1923 existierende „Weinbauerngenossenschaft" im Jahre 1978 in das „Freiwillige Konsortium für den Schutz der Weinproduktion von St. Magdalena" umgewandelt. Obmann Heinrich Plattner vorn „Waldgrieshof“ in St. Justina sieht die Aufgaben des Schutzkonsortiums in der „Wahrung der Charakteristik des St. Magdalener D.O.C., in der Überwachung seiner Qualität und in der Festigung und Förderung seines Absatzes". Die eigene Schutzmarke, die mit einer Kontrollnummer versehen ist, garantiert die Herkunft und die gehobene Qualität des Weines, die von einer eigenen Expertenkommission geprüft wird.
Zum „klassischen Ursprungsgebiet“ zählen heute neben St. Magdalena selbst die Bozner Ortsteile St. Justina, Rentsch, Leitach und St. Peter. In jüngerer Zeit wurden auch die Rebflächen von Siebeneich, Moritzing, Guntschna, St. Georgen, Sand, Signat, Unterplatten, Karneid, Kardaun, Kampill, Kampenn, Virgl und Haslach in das Produktionsgebiet des St. Magdaleners mit einbezogen.
Wer vom Keller- (mit „Firtig") zum Salon-Sommelier-Tiroler (mit Sakko und Fliegerl) aufgestiegen ist, kündigt oft dem Vernatsch die Treue auf. Und trinkt lieber Weltweine. Weil dem „Vernatschl" das Speck- und Kaminwurzen-Image anhaftet. Was als unfein gilt. (Zuviel „Schmirb" afn Onzügl). Fürwahr, es gibt kaum einen besseren Begleiter einer Tiroler Marende! Aber ein samtiger, barockengelwangen-fruchtiger St. Magdalener ist viel, viel vielseitiger. Er passt zu Fisch genauso wie zu exotischen Speisen; ja, nicht einmal mexikanische Schärfe kann ihm den Garaus machen. Für Salon-Tiroler: Ein St. Magdalener hat einen schönen Trinkfluss. Für Keller-Tiroler: Ein St. Magdalener ist immer „trinkig".
Auch wir vom Belvita Hotel Adria und Park Hotel Mignon haben die Einzigartigkeit und „Trinkigkeit“ des Magdaleners erkannt. Sie können bei uns den Magdalener zum Beispiel von der Kellerei Waldgries genießen.



0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen