Mittwoch, 11. Mai 2011

Eine Meraner Villa im Portrait

Urlaub in einer Villa im Belvita Hotel Adria
Der Platz in der besonderen Landschaft
Vier Gründe, warum Meran zu einer Villen- und Gartenstadt wurde

Vor 1850 war Meran noch ein kleines, unbedeutendes Städtchen. Mit den ersten Feriengästen, die sich nach Meran verirrten, begann es zu wachsen:
1870 zählte der Curort, den man damals noch mit C schrieb, ganze 511 Häuser, 30 Jahre später waren es bereits mehr als doppelt so viele, nämlich 1209. Imposante Hotelbauten entstanden, aber es waren vor allem die Villen mit ihren Gärten und Parkanlagen, die die Stadt vergrößerten und das Stadtbild veränderten. Meran war damals ein Modeort und ein weit über die Grenzen hinaus bekannter Fremdenverkehrs- und Erholungsort, dem Kaiserin Elisabeth wiederholt die Ehre gab. Heute würde man wohl sagen, es war „chic", eine Villa in Meran zu haben.
Von der Landschaft und dem Namen Merans war schon die Rede, doch gab es auch noch einen dritten Grund, der dafür sprach, sich in Meran ein Haus, pardon, eine Villa zu bauen: die Hoffnung auf Genesung. Das milde Klima, die kräftige, reine, trockene Luft, die windstillen, wolkenlosen Tage wurden von Reiseschriftstellern gerühmt und von Ärzten empfohlen.
Allgemein blühte im 19. Jahrhundert europaweit die Villenkultur wieder auf. Als neues Element gehörte zu dieser Villa nun aber auch der Landschaftspark. Und das ist die vierte Erklärung, warum die Wahl vieler Bauherren auf Meran fiel:
Im milden Klima des Kurortes gedeihten mediterrane Gewächse, wie sonst nirgendwo. Wer durch das heutige Meran spaziert, kann noch eine stattliche Zahl derartiger Bauten sehen. Das Belvita Hotel Adria, das selbst eine Villa ist, befindet sich im sogenannten "Villenviertel" in Obermais. Auch vom Park Hotel Mignon aus, können Sie bequem zu Fuß auf Entdeckungsreise gehen und historische Villas bestaunen.
Artikel von Anna Pixner Pertoll
Literaturempfehlung: "Ins Licht gebaut - Die Meraner Villen" von Anna Pixner Pertoll

1 Kommentare:

  1. Schön, dass Sie diesem Kapitel wertvoller Architekturgeschichte Meran's und dem wunderschönen Buch von Anni Pixner-Pertoll diese Anerkennung widmen. Sollten Sie weitere Artikel über dieses Thema veröffentlichen, würde ich mich sehr darüber freuen. Gratuliere sowieso zu diesem tollen und informativen Blog. Machen Sie weiter so! Herzlichst aus Hamburg Dr. Otoo Angermair. NB.: wir sehen uns eh bald im Juli.

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