Blau durch Orange?
Deutschland berauscht sich an APEROL. Weltweit trinkt kein Volk mehr von dem Likör aus Bitterorange, Rhabarber und Enzian als die Deutschen, und nirgendwo ist er so stark wie in Deutschland.
Man kann Jürgen Trittin sicher nicht den Verderber der deutschen Jugend nennen, aber seinetwegen wurde Aperol zu einem harten Drink erhoben. Weshalb Deutschland heute deutlich blauer aus der Wäsche schaut als der Rest der Welt, denn hierzulande trinkt alles Volk, besonders das junge, den quietsch-orangefarbenen Bitterlikör - in großen Zügen.
Deutschland hat den weltweit höchsten Pro-Kopf-Konsum von Aperol. Der Verbrauch übersteigt sogar den in Italien, woher die Marke stammt. Früher verkauften sich in Deutschland 200000 Flaschen pro Jahr, jetzt sind es genauso viele - aber pro Monat.
Wo immer es heute aus den Straßencafes psychedelisch orange leuchtet - und das ist inzwischen von Wangen bis Warnemünde der Fall -, ist Aperol-Spritz im Glas, ein Longdrink aus 4 cl Aperol, 6 cl Prosecco und einem Spritzer Sodawasser. Interessant dabei: Überall sonst enthält Aperol elf Prozent Alkohol - nur in Deutschlandsind es stramme 15.
Als Umweltminister Trittin die Bierdosenpest per Pfandverordnung niederkämpfte und alles, was Alkohol enthält und nicht Wein heißt, mit 25 Cent Pfand belegte, da studierten die Manager von Campari (Aperol gehört zur italienischen Gruppo Campari) den Gesetzestext noch mal genau. Und siehe: Spirituosen waren vom Pfand ausgenommen. Seitdem pumpt Campari vier Prozent mehr Alkohol in all jene Aperol-Chargen, die für Deutschland bestimmt sind. Ab 15 Prozent Alkohol gilt ein Getränk als spirituös und ist pfandfrei. So erzählt es Heiko Fabian, Sprecher von Campari-Deutschland.
Und was macht Aperol-Mixgetränke so beliebt? Es ist der gefällige Geschmack: Mit den Zitrusnoten der Orange, den Bitterstoffen des Enzians und der herben Frucht des Rhabarbers - zuzüglich weiterer „geheimer" Kräuterauszüge und ordentlich Zucker - ist Aperol ganz einfach lecker. In der Spritz-Version, also unterlegt mit kohlensaurem Prosecco, kommt zum Aperol anständig weinige Süßsäure hinzu.
Eiswürfel im Glas kühlen das Getränk und lassen es funkeln, Sodawasser setzt den Alkoholgehalt ein wenig herab, weshalb man glaubt, nach dem ersten gleich ein zweites Glas trinken zu können. Und weil es dann eh schon zu spät ist, nimmt man noch ein drittes.
Der Mutterkonzern von Aperol ist Gruppo Campari, ein an der Mailänder Börse gehandelter Global Player der Spirituosenbranche..
Das Getränk gibt es schon seit 1919, als es die Brüder Luigi und Silvio Barbieri aus dem Veneto erfanden, aber erst 2003 konnte Campari die kleine Marke kaufen - seitdem steigt der Absatz raketenhaft.
Piero in unserer Hotel Adria-Bar empfiehlt den klassischen „Spritz Veneziano“, Aperol, Prosecco und Mineralwasser, er schmeckt nach Urlaub und Dolce Vita: ein bisschen süß, ein bisschen herb, auf jeden Fall leuchtend orange und herrlich erfrischend. Und: das Kult-Getränk aus der „Adria“ findet immer mehr Fans, auch im „Hotel Adria“.
Dienstag, 26. Juli 2011
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Ich liebe Aperol-Spritz. und am liebsten an der Bar im Belvita Hotel Adria in Meran, von Piero gemixt!!
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